Der Bildredakteur muss ein wahres Allroundtalent sein. Er kümmert sich bei dem jeweiligen Medium, für das er tätig ist, um die Beschaffung der Bilder, textet die Bildunterschriften und ist teilweise sogar für die Kalkulation der Kosten zuständig. Daher erklärt sich auch das breite Anforderungsprofil, in das ein Bildredakteur passen muss.
Er muss sich zum einen natürlich mit Bildern auskennen, muss ein gutes Bildgedächtnis haben und sich gut in die jeweilige Zielgruppe einfühlen können. Er muss also in der Lage sein abzuschätzen, welche Wirkung ein Bild beim Betrachter hervorrufen könnte und welche Bildsprache die günstigste ist, wenn eine bestimmte Wirkung erreicht werden soll. Zum anderen muss sich der Bildredakteur aber auch mit den technischen Möglichkeiten auskennen, die bei der Bildbearbeitung eingesetzt werden und wissen, welche Grenzen es bei der Bearbeitung gibt.
Er muss sich mit der Sprache auseinandersetzen, denn häufig ist es die Aufgabe des Bildredakteurs, die Bildunterschriften zu texten. Zudem sollte er über ein gewisses kaufmännisches Denken verfügen, denn nicht immer stehen die Honorarforderungen von Fotografen oder Rechteinhabern von Fotos in einem angemessenen Verhältnis zu dem zu erwartenden Nutzen.
Bildredakteur arbeiten meist fest in einer Redaktion, es kann aber sein, dass sie nur zu größeren Produktionen hinzugezogen werden, sofern sie als Freiberufler tätig sind und das jeweilige Medium keine eigene Bildredaktion unterhält. Auch Verlage beauftragen teilweise Bildredakteure.
Ein Bildredakteur muss zudem technischen Verständnis mitbringen, denn teilweise müssen Bilder noch nachbearbeitet oder abgeändert werden. Er sollte daher mit den gängigen Programmen zur Bildbearbeitung vertraut sein. Dabei darf aber nicht unberücksichtigt bleiben, dass mit der Änderung eines Bildes eventuelle Rechte verletzt werden können. Das bedeutet, dass sich der Bildredakteur auch auf dem Gebiet der Bildrechte auskennen sollte, damit Schwachstellen in der einer Veröffentlichung in Bezug auf möglicherweise verletzte Rechte Dritter nicht oder wenigstens nur selten auftreten.
Zu guter Letzt sei noch die Ablage der Bilder genannt, was ebenfalls in das Aufgabenfeld des Bildredakteur fällt. Heute werden die Ablagen in der Regel am Rechner geführt, alte Handarchive sind zum größten Teil eingescannt und digitalisiert worden.
Ein Beitrag von
Thomas Busch
Burgwedelkamp 17a
D-22457 Hamburg
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